Schuld ist ihre Freundin Claudia. Die hat sie vor einem Jahr mal mit in die Hafenbar mitgenommen und seitdem kommen Yvonne und Angela regelmässig alle 2 Wochen immer freitags in die Hafenbar. Soooo regelmässig, dass sie wirklich ALLE Lieder mitsingen können. Und wenn wir ALLE schreiben, dann meinen wir auch ALLE!  Es ist einfach wirklich unglaublich, den beiden beim Dauertanzen und Dauersingen zuzugucken. Der “Großer Hafenbar-Orden der Textsicherheit am Bande” geht ganz klar an die zwei. Angela und Yvonne verbindet aber nicht nur die Liebe zu deutschen Schlagern, sie sind auch noch Kolleginnen. Zusammen arbeiten sie nämlich in einem Kindergarten als Erzieherinnen. Und da wird die Hafenbar teilweise dann auch schon in die Vorschulerziehung mit eingebracht! “Wenn wir freitags ein tolles Lied hören, dann kann es durchaus sein, dass wir es schon montags mit den Kindern einstudieren…zum Beispiel: Das Fliegerlied! Das kommt super bei den Kindern an!!!” meint Angela, die immerhin fast drei Jahre in den USA als AU PAIR Mädchen gearbeitet hat. Yvonne hat selber schon eine Tochter und der bringt sie auch alle Schlager bei: “Die Emma kann auch schon fast alles mitsingen…” lacht Yvonne.

Auf die Frage, was sie besonders an der Hafenbar schätzen, antworten sie: “Irgendwie hat man den Eindruck, dass alle Gäste ihre schlechte Laune an der Garderobe abgeben…es ist eine tolle Atmosphäre!” Die beiden trinken immer Cola und Salitos und sind im 7′ten Hafenbar Himmel, wenn von Udo Jürgens “Die Sonne und Du” läuft . Das ist ihr absolutes Lieblingslied und darf auf keinen Fall fehlen, wenn die beiden Ladys in der Hafenbar aufschlagen. Perfekt ist der Abend, wenn der Liebesspieler auflegt. Das ist der Lieblings DJ von Yvonne. Angela sind die DJ’s eigentlich eher egal. “Die machen doch alle einen richtig guten Job”, meint sie…ihr ist vielmehr wichtig, dass Dirk da ist. “Dirk gehört doch schon irgendwie zum Inventar…und wenn die Hafenbar abgerissen wird, dann würde ich gerne Dirk als Erinnerungsstück mit nach hause nehmen!” Da ist sich Angela ziemlich sicher…oder in ihrem Fall vielleicht eher “textsicher”!

Na sowas! Eine vorbestrafte Sängerin wird als erstes und einziges lebendes Exemplar ihrer Zunft auf einer Briefmarke verewigt und erhält auch noch das Bundesverdienstkreuz am Bande? Wofür? Dafür, dass sie seit Jahrzehnten die gleiche Frisur hat? Imagewandel -Pah! Auch mit roten Haaren kann man weltweit zum Star werden und KATJA EBSTEIN IST EIN STAR, der sich nie verbiegen ließ.
Die Vorstrafe gab es übrigens für eine Teilnahme an einer Sitzblockade eines US -Atomwaffenstützpunkts in den 80er Jahrengegen Pershing 2 Raketen. Dabei ist sie selber ne Rakete…guckt Euch doch einfach nur das Foto an! Diese Vorstrafe macht das Multi-Talent aber dann doch eigentlich eher noch sympathischer. Sie ist erfolgreich unterwegs als Schauspielerin, liest Frauen-Lyrik und gehört bis heute zu den gefragtesten Interpretinnen des gehobenen Deutschen Schlagers. Die Textzeile aus dem 70er Grand Prix Song “Wunder gibt es immer wieder” ist längst in den allgemeinen Sprachgebrauch übergangen. Beim 80er Grand Prix, wo sie mit ihrem wunderbaren Titel “Theater” fast gewonnen hätte und 2′te wurde, nahm der Gewinner Johnny Logan sie hinter der Bühne in den Arm und sagte: “Katja, I´m very sorry for you, but i need the money…“!
Ihre Tourneen gingen in der 80ern auch immer wieder hinter den Eisernen Vorhang. Sie trat in Polen, der UDSSR und in der DDR auf. Die DDR übertrug auch mehrere Live Konzerte von KATJA EBSTEIN im DFF. In all den 40 Bühnenjahren wurde Sie International mit Preisen überschüttet, wurde u.a beliebteste ausländische Sängerin in Spanien. Noch vor Costa Cordalis. Wir lieben sie und ihre Hits laufen jeden Freitag in der Hafenbar!!!

Fundstück der Woche

Author: Stefan

Nein, das ist kein Blutfleck…das ist ein roter Schal, der gestern verloren wurde. Das war doch gestern kein Wetter um mit Schal in die Hafenbar zu gehen?! Oder war Walter Momper da? Na ja, das Sommerfest des Bundespräsidenten war ja nicht weit. Dennoch liegt die modische Ausgestaltung nahe, dass er dann doch wohl eher von einer Frau verloren wurde. Was man auf dem Foto nicht sieht, ist das kleine “Made in Bautzen” Schild, was darauf schließen lässt – dass es sich bei den Fransen an den Enden des Schals um echte sorbische Kunstfransen handelt, die zum ersten mal 1848 auf dem Panslawischen Kongress in Prag urkundlich erwähnt wurden. Die sorbischen Kunstfransen werden in aufwendigen Prozessen  auf 4000 Meter Höhe handgeblasen und mundgedrechselt. Die echte Sorbische Kunstfranse erkennt man im Gegensatz zu asiatischen Plagiaten, die momentan den Fransenmarkt überschwemmen, daran, dass sie eine Schlager Dauerbeschallung von 4 Stunden problemlos aushalten, ohne ihre einzigartige Fluffigkeit zu verlieren. Test bestanden!

Am vergangenen Samstag gab es ein Jungesellinnen-Abschieds Massaker in der Hafenbar. Wir zählten zum Schluss 6 Bräute mit Anhang. Auf einen Mann in der Hafenbar kamen zeitweise 12 Frauen. Was für eine traumhafte Quote!!!

Unter anderem freuten wir uns über den prominenten Besuch von Schauspielerin Alexandra Maria Lara (Foto), die sich im Tross von Braut Melanie befand. Recht sangesfreudig und gekonnt hat sie 3x zum Mikrofon gegriffen und unter anderem Songs von Amy Winehouse interpretiert. Alle Mädels sorgten  für eine bombastische Stimmung an diesem Abend. Besonders hervorheben muss man allerdings auch noch die Tanzperformace von Carina und ihren Girls. Wer ihre dargebotene Version von ABBA’s “Waterloo” live gesehen hat, wird diese Nacht nicht so schnell vergessen. Vielen Dank für diese unglaubliche Party!!!

Jeanette kommt seit 12 Jahren zu uns. Aber nur im Sommer, denn „…im Winter kann Eure Schlange manchmal ganz schön nerven!“, sagt sie. Deshalb sieht man sie nur zwischen April und Oktober in der Hafenbar, dann beginnt ihr kleiner Winterschlaf. Wenn sie im Frühling wieder da ist,  dreht  Jeanette aber um so mehr auf und tanzt locker mal 4 Stunden durch, nur mit kleinen Pausen, um an ihrem Sektglas zu nippen. Mehr trinkt sie nicht, denn zum einen ist Jeanette immer die, die fahren muss, zum anderen kann es jederzeit sein, dass Jeanette aus der Hafenbar rausgeklingelt werden kann, denn sie ist Hebamme von Beruf. Am liebsten tanzt sie zu Udo Jürgens „Ich war noch niemals in New York“.  Ein bisschen schwerer fällt es ihr beim „Knallroten Gummiboot“…“da versteh ich gar nicht, warum da der ganze Laden immer so ausflippt?!“ wundert sie sich.

1998 haben Freunde sie erstmals in die Hafenbar mitgenommen – sozusagen ein kleiner Dieter Thomas Kuhn Fan Club. In den ersten zwei Monaten war die  Gruppe auch noch voll verkleidet: Perücken, Schlaghosen und bunte Blumenhemden, aber „…der Funke ist auf die anderen Gäste leider nicht übergesprungen!“.  Trotzdem, auch wenn das mit der Klamotten Mission nicht ganz geklappt hat, die Hafenbar ist für Jeanette so eine Art „große Familie“, wo es „keine bösen Blicke gibt und alle sind fantastisch gelaunt“. Und „…Helga ist die Mutter vom ganzen Laden! Bei der hat man den Eindruck, dass man ihr auch nachts noch um halb 3 seinen ganzen Müll erzählen kann und sie nimmt einen noch in den Arm!“

Ja, da hat Jeanette recht, denn mit Müttern kennt sie sich wirklich aus…

David Bowie (hier zu sehen mit innen ausgeleuchtetem Loch im Kopp) ist ne geile Sau und ziemlich scharf. Das finden rund 50% der Weltbevölkerung.  Und weil er so unglaublich scharf ist, hat er sich direkt auch mal nach einem „Messer“ benannt. Und das kam so:  David Robert Heyward-Jones (so heisst David Bowie in Wirklichkeit) fand nämlich, dass sein Name zu sehr an „Davy Jones“ erinnert, der damals in den 60’ern suuuper erfolgreich mit den „Monkees“ war. Zwei Davy/David Jones konnte die britische Musikszene nicht verkraften – das war klar. Und deshalb musste ein Künstlername her…und weil er ein Fan des amerikanischen „Bowie Messers“ war, was im Wilden Westen zur Grundausstattung gehörte, nannte er sich fortan David Bowie.

Weshalb David Bowie so auf dieses Messer abfährt, ist nicht überliefert. Es ist stahlhart und hat eine Klinge von bis zu 30 cm…ganz schön lang, vielleicht hat…., na ja…..kommen wir mal zur Musik.

Was viele nicht wissen, ist dass David Bowie nicht nur selbst massenhaft Hits abgeliefert hat, sondern auch zum Beispiel Lou Reed und Iggy Pop produziert hat. Mit Iggy Pop soll er unter anderem auch mal ein Verhältnis gehabt haben, genau wie mit Mick Jagger. Das behauptet zumindest seine Ex-Frau Angela, die David und Mick mal inflagranti erwischt haben will. Das Verhältnis zu IGGY muss in seine Berliner Zeit gefallen sein, denn da hat David Ende der 70’er mal zwei Jahre in Schöneberg in einer Zweizimmer Altbauwohnung in der Hauptstraße gewohnt und Iggy hatte die Wohnung daneben.

In den Berliner Hansa Studios entstand auch sein vielleicht größter Hit „Heroes“,  den es nicht nur auf deutsch sondern auch auf französisch gibt.

Was nur diejenigen wissen, die ihn mal von „ganz nah“ gesehen haben: David Bowies linkes Auge wirkt dunkler als das rechte. Grund hierfür ist eine Kneipenschlägerei um eine Frau aus dem Jahre 1962, bei der sein linkes Auge verletzt wurde. Und seitdem hat er eine traumatische Mydriasis! Macht aber nix…David Bowie soll angeblich 900 Millionen Euro auf der hohen Kante haben und ist damit einer der reichsten Künstler der Welt. Und wir sorgen bei unserer Ahoi Sause immer samstags dafür, dass die GEMA jährlich weiter einen dicken Scheck nach New York schickt, wo David mittlerweile mit seiner Frau Iman und dem 10 jährigen Töchterchen Alexandra Zarah wohnt.

Ja, so ist das, wenn man Stammgast des Monats in der Hafenbar wird…da kommen sofort die Aasgeier von der Presse und nehmen einen in die Mangel. Hier sehen wir unseren neuen Stammgast des Monats Jens im Interview mit Johannes Pätzold von Deutschlandradio Kultur. Der macht momentan ein großes Hörfunkfeature über Schlager in der Hauptstadt und da kam er an einem Besuch freitags in der Hafenbar natürlich nicht vorbei.

Und wir wissen auch was Jens auf so Fragen wie: “Was sind Deine Lieblingsschlager – und welche Songs kannst Du hier überhaupt nicht leiden? geantwortet hat! Jens liebt “Albany” von Roger Whittaker und kann überhaupt nicht auf das “Rote Pferd”. Jens kommt seit drei Jahren regelmässig 2 Mal im Monat. Beim ersten Mal war er noch skeptisch, als ein Freund ihn unbedingt in die Hafenbar mitnehmen wollte. “Den ganzen Abend nur deutsche Musik…ich bin ehrlich – das hat mich anfangs echt abgeschreckt!” Aber er liess sich eines besseren belehren und ist heute von der Stimmung in der Hafenbar total begeistert: “Die Hafenbar ist ein Ort, wo man einfach nur feiern kann, kein Stress wie in anderen Discos..einfach nur alles easy!”.

Jens ist 29 Jahre alt und hilft Jugendlichen auf ihrem Weg zu einem vernünftigen Berufsabschluss. Er kommt immer mit seinen beiden Freunden “Belsen” und “Micha”, die er vom Volleyball kennt. Und Hafenbar Abende beginnen immer gleich: “Wir haben da so ein Hafenbar Ritual…wir treffen uns immer freitags um 18.00 Uhr  beim “Belsen” und dann kochen wir gemeinsam Bratwurst und Stampfkartoffeln. Und dann gucken wir, dass wir so spätestens 20.45 Uhr in der Schlange stehen.” Die Schlange ist für die 3 Jungs kein unwichtiger Faktor, was das “Socializing” angeht. “Da kann man immer schon die ersten Kontakte knüpfen…das ist gar keine so schlechte Erfindung!” meint Jens, der in der Hafenbar immer traditionell “Budweiser” trinkt und mit dem “Belsen” und dem “Micha” eisern jeden Samstag Morgen per Chat den gemeinsamen Partyabend auswertet. “Da geht es dann um so Sachen wie Musik und Mädchen” grinst Jens. Na ja…da haben die drei  ja viel zu chatten, denn davon gibt es in der Hafenbar ja mehr als genug!