Archive for the ‘Stammgast des Monats’ Category

Sie war 25 Jahre alt und Biologie-Studentin an der FU hier in Berlin. Und wie bei vielen unserer Stammgäste stand am Anfang unserer verhängnisvollen Beziehung ein Gruppenerlebnis. Marisa und ein paar andere Freunde haben Alex gefragt, ob sie nicht mit in „…diesen Laden in der Chausseestr. kommen möchte…wo freitags immer diese lange Schlange ist?“

Alex wollte und ist uns seit diesem verhängnisvollen Abend verfallen. Das ist 10 Jahre her und im Leben von Alex hat sich seitdem natürlich ziemlich viel ereignet. Sie hat zum Beispiel in Humanbiologie promoviert und heißt jetzt eigentlich Dr. Alex. Ihre Doktorarbeit hat sie über Handmotorik geschrieben, mit einem besonderen Akzent auf dem Unterschied zwischen  Rechts – und Linkshändern. Der größte Unterschied zwischen den beiden Gruppen ist, dass beide Lager unterschiedliche Hände benutzen…interessant, oder?

Wir würden uns ja in der Hafenbar eher mal eine Doktorarbeit über Rechts – und Linkstänzer wünschen, aber da konnte uns Dr. Alex leider auch keine neuen Erkenntnisse liefern. Und weil es hier in Berlin offensichtlich zu wenig Links – oder Rechtshänder gibt, musste Dr. Alex irgendwann die Koffer packen und nach Kiel auswandern. Angeblich die heimliche Hauptstadt der Links – und Rechtshänder in Deutschland. Aber von der Partyhauptstadt dann doch weit entfernt, wie Dr. Alex feststellen musste. Kiel hat zwar einen eigenen Hafen, aber keine eigene Hafenbar!? Und deshalb kommt sie immer noch einmal im Monat extra nach Berlin, um bei uns zünftig zu feiern. Am liebsten tanzt sie zum „Teufel und dem jungen Mann“ von Paola. Ihr Lieblings DJ ist der LIEBESSPIELER und sie schätzt es sehr, dass es bei uns nicht so „…Schicki Micki“ zugeht. Die Leute sind „…einfach so Queerbeet – das macht für mich den besonderen Reiz der Hafenbar aus!“ sagt Dr. Alex.

Aber diesen ganzen Handmotorik-Kram konnte sie in Kiel nicht wirklich vertiefen und hat deshalb umgesattelt auf Infusionstechnik. Und in dem Bereich kann man bei uns ja auch hervorragende Studien betreiben. Ein Blick an unsere Bar reicht da völlig aus.

Jaaaaa, wir wissen dass es Stammgäste gibt, die seit einer halben Generation zu uns kommen und es trotzdem noch nicht in diese Rubrik geschafft haben. Bitte nicht aufregen, denn bei Barbara ist das ein weeeeenig anders.

Eigentlich kommt sie erst seit einem Jahr zu uns – und dann noch nicht mal jedes Wochenende. Denn Barbara ist Österreicherin. Sie ist 29 Jahre alt und lebt in Villach. Das dürften die meisten von Euch aus den Staunachrichten  während des Skiurlaubs kennen. Aus Villach kommen ziemlich viele österreichische Eishockey Spieler und ne berühmte Suppe. Und eben Barbara. Sie arbeitet dort als Notärztin am Landeskrankenhaus und ist mehrfache österreichische Meisterin im Säbelfechten. Sie hat ein eigenes Pferd namens „Lilli Marleen“, mag Filme mit Jackie Chan und trinkt gerne gutes Bier. Wahrscheinlich kann sie auch gut rülpsen. Als sie letztes Jahr zu einem Lehrgang nach Berlin eingeladen wurde, schleppte sie ein  Kollege von der Charité in die Hafenbar. Am Anfang war sie von der Schlange vor der Tür absolut erschreckt, aber sie erzählt„…als ich dann war ich endlich drin war, hat mich die Magie sofort gefangen! So natürlich. so einmalig…jeder kann hier sein wie er will!!!“

Dieses Kompliment hat uns ehrlicherweise natürlich total ungehauen, aber auch gleichzeitig verwundert. Gibt es in Österreich nicht nicht an jeder Ecke ne „Après Ski Hütte“, die im Prinzip das gleiche Konzept hat wie die Hafenbar?

„Das kann doch überhaupt nicht miteinander vergleichen!“ meint Barbara und fügt mit funkelnden Augen hinzu: „Die Hafenbar hat absolut ihren eigenen Charme, so was findest Du in ganz Österreich nicht!“

Vielleicht liegt es ja daran, dass Österreich ja generell nicht so berühmt ist, für seine maritime Kultur, aber das ging dann noch mal runter wie Sahnejoghurt. Uns einen eigenen „Charme“ unterstellen – Heidewitzka! Denn schließlich gelten ja eigentlich unsere lieben Nachbarn als die absoluten „Charmeweltmeister“.  Jedenfalls hatte dieser verhängnisvolle Besuch bei uns im letzten Jahr zur Folge, dass Barbara wohl der größte Hafenbar Fan südlich des Weißwurstäquators ist. Jede Fortbildung in Berlin wird eiskalt ausgenutzt, um uns zu besuchen. Dann ist sie aber auch wirklich jeden Freitag da. Wenn ihr also mal plant – liebe Männer -  in der Hafenbar ohnmächtig zu werden, dann in den nächsten Wochen, denn Notärztin Barbara ist zur Zeit mal wieder hier auf Lehrgang.  Auf die Frage, was sie am liebsten aus der Hafenbar mit nach Österreich nehmen würde, sagt sie ganz spontan: Helga!“

Das geht leider nicht liebe Barbara, denn Toilettenfrauen wurden beim Deutsch Österreichischen Handelsabkommen1992 trotz europäischer Freihandelsassoziation explizit für den Export NICHT freigegeben. Servus!

Also, so ganz haben wir nicht verstanden was Andy beruflich macht. Irgendwas mit Computern und Sicherheit. Jedenfalls klang es so, als würde Andy den ganzen Tag viel vor dem Bildschirm sitzen. Und da ist es doch klar, dass man abends mal was anderes machen muss und nicht vor der Glotze rumhängen möchte. Wenn man sich Andys Kreuz und Oberarme anguckt, dann weiss man, dass er wohl von montags bis donnerstags in der Muckibude mit den 16 Kilo Hanteln jongliert. Freitags allerdings ist Hafenbar absolutes Pflichtprogramm!!! Da steht er dann mit seinem Freund Axel bereits um 20.15 Uhr vor der Tür und ist deshalb auch ganz oft der “erste Gast” im Club. Vielleicht hat das was mit seinem Beruf zu tun, denn er will immer ganz “sicher” auch reinkommen. Die lange Wartezeit bis es dann wirklich los geht, die vertreiben sich Andy und Axel im Winter zum Beispiel mit zwei Thermoskannen Glühwein und netten Gesprächen mit den anderen Wartenden. Zum Beispiel über Schlager, denn da ist Andy ein absoluter Experte.

Das liegt vor allem daran, dass Andy mit seiner jüngeren Schwester sehr oft mit den Eltern Auto gefahren ist. Und kaum war der Motor an, dann hat der Vater auch schon eine Schlager-Kassette reingeschoben und los ging’s. Zu diesen frühkindlichen Erinnerungen zählt auch, dass im Sommer jede Urlaubsfahrt in die Sommerferien mit “De(m) Teufel und de(m) jungen Mann” von Paola startete. Sowas prägt natürlich und schenkt einem eine gewisse Geborgenheit und Sicherheit. Vielleicht hat das ja auch was mit seinem Beruf zu tun…eine Sicherheit, die Andy seit 6 Jahren jedenfalls bei uns in der Hafenbar wieder findet. Seiner Ansicht nach, gibt es “…keinen vergleichbaren Laden in der Stadt“. Und er findet, dass… “es hier eine einzigartige Stimmung gibt. Wo sonst können Leute zwischen 17 und 55 gemeinsam einfach nur gut drauf sein, ohne dass man schief angeguckt wird?!” Deshalb kommt er mindestens zwei Mal im Monat und zählt zu den Vieltänzern bei uns, die mal nur kurz von der Tanzfläche verschwinden, um ein neues Bierchen zu holen. Wenn es einen Gegenstand gäbe, den er mit nach Hause nehmen könnte, dann wäre es das alte Steuerrad, direkt vor dem DJ. Vielleicht hat auch das mit seinem Beruf zu tun…um die Sicherheit nicht zu gefährden, darf man das Steuer niemals loslassen….es sei denn, man will nur kurz mal eben eine Schlager-Kassette einschieben!

Schuld ist ihre Freundin Claudia. Die hat sie vor einem Jahr mal mit in die Hafenbar mitgenommen und seitdem kommen Yvonne und Angela regelmässig alle 2 Wochen immer freitags in die Hafenbar. Soooo regelmässig, dass sie wirklich ALLE Lieder mitsingen können. Und wenn wir ALLE schreiben, dann meinen wir auch ALLE!  Es ist einfach wirklich unglaublich, den beiden beim Dauertanzen und Dauersingen zuzugucken. Der “Großer Hafenbar-Orden der Textsicherheit am Bande” geht ganz klar an die zwei. Angela und Yvonne verbindet aber nicht nur die Liebe zu deutschen Schlagern, sie sind auch noch Kolleginnen. Zusammen arbeiten sie nämlich in einem Kindergarten als Erzieherinnen. Und da wird die Hafenbar teilweise dann auch schon in die Vorschulerziehung mit eingebracht! “Wenn wir freitags ein tolles Lied hören, dann kann es durchaus sein, dass wir es schon montags mit den Kindern einstudieren…zum Beispiel: Das Fliegerlied! Das kommt super bei den Kindern an!!!” meint Angela, die immerhin fast drei Jahre in den USA als AU PAIR Mädchen gearbeitet hat. Yvonne hat selber schon eine Tochter und der bringt sie auch alle Schlager bei: “Die Emma kann auch schon fast alles mitsingen…” lacht Yvonne.

Auf die Frage, was sie besonders an der Hafenbar schätzen, antworten sie: “Irgendwie hat man den Eindruck, dass alle Gäste ihre schlechte Laune an der Garderobe abgeben…es ist eine tolle Atmosphäre!” Die beiden trinken immer Cola und Salitos und sind im 7′ten Hafenbar Himmel, wenn von Udo Jürgens “Die Sonne und Du” läuft . Das ist ihr absolutes Lieblingslied und darf auf keinen Fall fehlen, wenn die beiden Ladys in der Hafenbar aufschlagen. Perfekt ist der Abend, wenn der Liebesspieler auflegt. Das ist der Lieblings DJ von Yvonne. Angela sind die DJ’s eigentlich eher egal. “Die machen doch alle einen richtig guten Job”, meint sie…ihr ist vielmehr wichtig, dass Dirk da ist. “Dirk gehört doch schon irgendwie zum Inventar…und wenn die Hafenbar abgerissen wird, dann würde ich gerne Dirk als Erinnerungsstück mit nach hause nehmen!” Da ist sich Angela ziemlich sicher…oder in ihrem Fall vielleicht eher “textsicher”!

Jeanette kommt seit 12 Jahren zu uns. Aber nur im Sommer, denn „…im Winter kann Eure Schlange manchmal ganz schön nerven!“, sagt sie. Deshalb sieht man sie nur zwischen April und Oktober in der Hafenbar, dann beginnt ihr kleiner Winterschlaf. Wenn sie im Frühling wieder da ist,  dreht  Jeanette aber um so mehr auf und tanzt locker mal 4 Stunden durch, nur mit kleinen Pausen, um an ihrem Sektglas zu nippen. Mehr trinkt sie nicht, denn zum einen ist Jeanette immer die, die fahren muss, zum anderen kann es jederzeit sein, dass Jeanette aus der Hafenbar rausgeklingelt werden kann, denn sie ist Hebamme von Beruf. Am liebsten tanzt sie zu Udo Jürgens „Ich war noch niemals in New York“.  Ein bisschen schwerer fällt es ihr beim „Knallroten Gummiboot“…“da versteh ich gar nicht, warum da der ganze Laden immer so ausflippt?!“ wundert sie sich.

1998 haben Freunde sie erstmals in die Hafenbar mitgenommen – sozusagen ein kleiner Dieter Thomas Kuhn Fan Club. In den ersten zwei Monaten war die  Gruppe auch noch voll verkleidet: Perücken, Schlaghosen und bunte Blumenhemden, aber „…der Funke ist auf die anderen Gäste leider nicht übergesprungen!“.  Trotzdem, auch wenn das mit der Klamotten Mission nicht ganz geklappt hat, die Hafenbar ist für Jeanette so eine Art „große Familie“, wo es „keine bösen Blicke gibt und alle sind fantastisch gelaunt“. Und „…Helga ist die Mutter vom ganzen Laden! Bei der hat man den Eindruck, dass man ihr auch nachts noch um halb 3 seinen ganzen Müll erzählen kann und sie nimmt einen noch in den Arm!“

Ja, da hat Jeanette recht, denn mit Müttern kennt sie sich wirklich aus…

Ja, so ist das, wenn man Stammgast des Monats in der Hafenbar wird…da kommen sofort die Aasgeier von der Presse und nehmen einen in die Mangel. Hier sehen wir unseren neuen Stammgast des Monats Jens im Interview mit Johannes Pätzold von Deutschlandradio Kultur. Der macht momentan ein großes Hörfunkfeature über Schlager in der Hauptstadt und da kam er an einem Besuch freitags in der Hafenbar natürlich nicht vorbei.

Und wir wissen auch was Jens auf so Fragen wie: “Was sind Deine Lieblingsschlager – und welche Songs kannst Du hier überhaupt nicht leiden? geantwortet hat! Jens liebt “Albany” von Roger Whittaker und kann überhaupt nicht auf das “Rote Pferd”. Jens kommt seit drei Jahren regelmässig 2 Mal im Monat. Beim ersten Mal war er noch skeptisch, als ein Freund ihn unbedingt in die Hafenbar mitnehmen wollte. “Den ganzen Abend nur deutsche Musik…ich bin ehrlich – das hat mich anfangs echt abgeschreckt!” Aber er liess sich eines besseren belehren und ist heute von der Stimmung in der Hafenbar total begeistert: “Die Hafenbar ist ein Ort, wo man einfach nur feiern kann, kein Stress wie in anderen Discos..einfach nur alles easy!”.

Jens ist 29 Jahre alt und hilft Jugendlichen auf ihrem Weg zu einem vernünftigen Berufsabschluss. Er kommt immer mit seinen beiden Freunden “Belsen” und “Micha”, die er vom Volleyball kennt. Und Hafenbar Abende beginnen immer gleich: “Wir haben da so ein Hafenbar Ritual…wir treffen uns immer freitags um 18.00 Uhr  beim “Belsen” und dann kochen wir gemeinsam Bratwurst und Stampfkartoffeln. Und dann gucken wir, dass wir so spätestens 20.45 Uhr in der Schlange stehen.” Die Schlange ist für die 3 Jungs kein unwichtiger Faktor, was das “Socializing” angeht. “Da kann man immer schon die ersten Kontakte knüpfen…das ist gar keine so schlechte Erfindung!” meint Jens, der in der Hafenbar immer traditionell “Budweiser” trinkt und mit dem “Belsen” und dem “Micha” eisern jeden Samstag Morgen per Chat den gemeinsamen Partyabend auswertet. “Da geht es dann um so Sachen wie Musik und Mädchen” grinst Jens. Na ja…da haben die drei  ja viel zu chatten, denn davon gibt es in der Hafenbar ja mehr als genug!


Sonja

Sagen wir wie es ist. Sonja hat uns verarscht! Es war im Jahr 1997, sie war 15 Jahre alt und wollte unbedingt in die Hafenbar, von der sie schon sooo viel gehört hatte. Und was macht man, wenn man 15 ist und unbedingt mal bei den “Großen” mittanzen möchte? Man fälscht den Schülerausweis! Und so offenbarte sich ihr eine völlig neue Welt, der sie extrem lange, extrem treu geblieben ist. Sonja besucht seit 13 Jahren regelmässig die Hafenbar. Sie ist also heute nach “Adam Riese” 28 Jahre alt und kommt mittlerweile auch ohne ihren Schülerausweis gerne und oft. Gut – nicht mehr so oft wie früher, aber da war sie auch wirklich mindestens jede zweite Woche da. Heute geht das nicht mehr…denn Sonja studiert Tourismus und sie muss deswegen kreuz und quer durch die Welt reisen. Aber immer, wenn sie wieder in Berlin ist, muss sie mal kurz nach dem Rechten gucken, ob sich die Hafenbar auch wirklich nicht verändert hat.

Man kann sagen, dass Sonja ein echtes Hafenbar Kind ist. Denn schließlich hat sie in der Schlange vor der Hafenbar sogar ihren allerersten Freund kennengelernt. Mit Fabian war sie immerhin 4 Jahre zusammen und hat mit ihm viele unvergessene Abende bei uns verbracht. Ihr Lieblingslied ist (wie es sich für eine Tourismus Studentin gehört): “Ab in den Süden” von “Buddy”! Die Refrainzeile textet Sonja aber immer für sich um: Statt “Heeeey ab in den Süüüüüüden” singt sie immer “Heeeyy ab nach Neuseeland” – denn das ist ihr absolutes Lieblingsreiseziel. Den “Griechischen Wein” von Udo Jürgens findet sie doof, vor allem, weil sich dann auf der Tanzfläche plötzlich immer so große Syrtaki-Tanzgruppen bilden. Wenn sie etwas mitnehmen könnte, wenn die Hafenbar heute abgerissen würde, dann würde ihre Wahl auf den Hut von unserem Stammgast Dirk fallen. “Ein Freund hat ihm einmal 100€ geboten, wenn er nur für ein Lied seinen Hut absetzt…Dirk hat es nicht gemacht!” Und auf die Frage, was das Besondere an der Hafenbar ist, sagt sie: “Ach, hier schunkeln alle vor sich hin, geile Stimmung, alles Party – einfach einmalig auf dieser Welt”…und wenn das eine Tourismus Studentin von uns sagt, die die ganze Welt gesehen hat, dann nehmen wir dieses Kompliment umso lieber an!

Uwe

Uwe ist ein echtes Berliner Kindl. Deshalb fand er es auch total in Ordnung sich vor einem unserer Bierkühlschränke fotografieren zu lassen. Den Blick übrigens untypischerweise NICHT in die Kamera gerichtet, sondern sehnsuchtsvoll auf die Tanzfläche. Da hält er sich nämlich am liebsten auf, wenn er in der Hafenbar weilt. Und er weilt oft bei uns. Uwe kommt mindestens 2 Mal im Monat und das seit 1999!!! Freunde haben ihn irgendwann mal zu uns in den Laden geschleppt…die Freunde sitzen mittlerweile alle in ihren Vorstadthäuschen und kommen schon lange nicht mehr, aber UWE ist uns treu geblieben. Er findet die Hafenbar “einfach was besonderes….so eine Art Vereinstreffen gut gelaunter Menschen“. Sein Lieblingslied ist “Sag ihm, dass ich Dich liebe” von Roland Kaiser. Und die Liebe hat er tatsächlich schon mal gefunden in der Hafenbar. Ein Jahr hat die Beziehung immerhin gehalten. In seinem Leben außerhalb der Hafenbar ist Uwe übrigens Versuchsingenieur für Motorenkomponenten bei Daimler. Deshalb ist er also Spezialist in Sachen Fehleranalyse. Deshalb haben wir ihn natürlich gefragt, was ihm denn nicht so an der Hafenbar gefällt…und ihm ist wirklich nichts eingefallen. Selbst unsere berüchtigte Schlange vor der Tür findet er nicht so schlimm: “Einen bessere Ort, um mit jemanden ins Gespräch zu kommen gibt es doch gar nicht!”

NikkiNeues Jahr, neue Stammgäste! Im ersten Monat des neuen Partyjahrzehnts ist unsre Wahl auf Nicki gefallen. Nicki geht seit  9 Jahren regelmässig in die Hafenbar.  Entdeckt hat sie uns, weil Sie nebenberuflich für die Handballer vom SCC Charlottenburg als Maskottchen arbeitet. Hauptberuflich ist sie Freie Ernährungsberaterin.  Und als Maskottchen muss man natürlich auch die Erfolge der Mannschaft gnadenlos mitfeiern – und wo kann man das besser als in der Hafenbar?

Wenn sie mal nicht freiberuflich ernährungsberät oder in der Regionalliga rummaskottchet, dann hängt Nicki öfter mal am Haken – sie ist nämlich passionierte Freeclimberin. In der Hafenbar verhält es sich damit allerdings ein wenig anders…da wirft sie selber gerne mal die Haken aus. Auf die Frage, warum sie so gerne zu uns kommt, antwortete sie: “Hier sind lauter Opfer, die ich retten muss!”

Für Nicki ist die Hafenbar der einzige authentische Ort in Berlin, wo man “…eigentlich wöchentlich Karneval feiern kann”. Ihr Lieblingsschlager ist “Taxi nach Paris” von “Felix de Luxe” und wenn sie irgendetwas mitnehmen könnte, wenn die Hafenbar abgerissen würde, fällt ihre Entscheidung ziemlich eindeutig aus: “HELGA – IST DOCH WOHL KLAR, ODER?

Carola

Ja – sie hat sich wirklich so gefreut, als wir ihr gesagt haben, dass sie Stammgast des Monats Dezember wird. Und ihr ist es auch egal, dass man ihr auf dem Bild fast aufs Zäpfchen gucken kann. Carola aus Berlin ist 27 Jahre alt und ist in einer Werbeagentur für die Verkaufsliteratur von BMW zuständig. Man könnte auch Prospekte sagen, aber Verkaufsliteratur klingt wirklich viel schicker. Aber eigentlich will sie Schlagersängerin werden…Bühnentalent hat sie jedenfalls, wie man an der Pose auf dem Bild unschwer erkennt. Michelle hat bei ihrem Grand Prix Song “Wer Liebe lebt” auch nicht anders dagestanden.

Carola hat uns erst vor zwei Jahren entdeckt, weil sie um die Ecke wohnt und sich immer gefragt hat, warum die vielen Leute da anstehen. Und irgendwann hat sie sich auch angestellt….der Rest ist Geschichte! Sie kommt seitdem fast jeden Freitag und leidet wirklich unter Entzugserscheinungen, wenn sie mal freitags irgendwo in Deutschland auf Dienstreise ist. Dann erkrankt sie an akutem Hafenbar-Hieper, einem Vorläufer der Schweinegrippe. Bekämpft werden kann das nur mit einer ordentlichen Dosis “Udo Jürgens”, denn “Ich weiss was ich will” ist ihr absolutes Lieblingslied. Auf Wolfgang Petry steht sie weniger. Sie trinkt gerne Cuba Libre und ihr Lieblings DJ ist Stefan Rupp. Wenn Carola unter akutem Hafenbar-Hieper leidet, dann tummelt sie sich unter der Woche auf unserer Facebook-Fan Seite und stößt so Diskussionen an wie: “Findet ihr nicht auch, dass die Hafenbar süchtig macht?” Ja, und so sieht man dann aus, wenn die Droge verabreicht wurde!